Online-Bestellung im Restaurant: so richten Sie sie ein (Leitfaden 2026)
Lieferplattformen, eigene Bestellseite oder Telefon und WhatsApp: Optionen im Vergleich, die wichtigsten Funktionen und ein Startplan für die ersten 30 Tage.
Ihre Gäste bestellen längst online. Die Frage ist nur, wo: auf einer Lieferplattform, die bei jeder Bestellung mitverdient, auf Ihrer eigenen Bestellseite oder per Anruf, der zwischen zwei Tellern angenommen wird. 2026 braucht die Online-Bestellung im Restaurant weder einen Programmierer noch ein großes Budget. Was sie braucht, sind die richtigen Entscheidungen in der richtigen Reihenfolge.
Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Optionen zu vergleichen, zu prüfen, was ein gutes Online-Bestellsystem für die Gastronomie können muss, und Ihren Kanal in 30 Tagen zu starten. Zum Schluss folgt der Teil, der im Alltag am meisten bringt: wie Sie Stammgäste auf Ihren direkten Kanal holen, ohne die Lieferplattformen abzuschalten.
Drei Wege, Bestellungen online anzunehmen
1. Lieferplattformen: Sichtbarkeit gegen Provision
Lieferplattformen bringen Sie vor Gäste, die Sie noch nicht kennen. Das ist ihre eigentliche Stärke. Im Gegenzug kassieren sie eine Provision pro Bestellung, üblicherweise 25 bis 35 % des Bestellwerts, wenn sie selbst ausliefern, etwas weniger, wenn Sie selbst liefern oder der Gast abholt.
Bei einer Bestellung über 25 € sind das rund 6 bis 9 €, die nie in Ihrer Kasse ankommen, bevor Sie auch nur eine Zutat bezahlt haben. Dazu kommt: Der Gast gehört der Plattform. Sie können ihn weder erneut ansprechen noch seine Treue belohnen, und bei jedem Öffnen der App sieht er Ihre Konkurrenz. Wir haben das in unserem Artikel über die echten Kosten von Lieferplattformen durchgerechnet.
2. Eigene Bestellseite oder App: ein Abo, null Provision
Die zweite Option ist ein Online-Bestellsystem für Restaurants unter Ihrem eigenen Namen. Der Gast bestellt auf Ihrer Website (oder in Ihrer App), zahlt online oder bei Abholung, und die Bestellung landet direkt bei Ihnen. Sie zahlen ein festes Monatsabo, egal wie viele Bestellungen eingehen.
Die Rechnung ist einfach: Bei einem Abo von etwa 100 bis 150 € im Monat zzgl. MwSt. reichen schon wenige Bestellungen pro Tag, die von den Plattformen zu Ihnen wandern, damit sich das Werkzeug rechnet. Und jeder Gast, der direkt bestellt, ist ein Gast, den Sie wieder erreichen können.
Eine individuell programmierte Website oder App ist natürlich möglich, kostet dann aber schnell mehrere tausend Euro, dazu Wartung und Entwicklerkonten (Apple verlangt 99 $ pro Jahr, Google einmalig 25 $, um eine App zu veröffentlichen). Für ein unabhängiges Restaurant ist eine Abo-Lösung fast immer die vernünftigere Wahl.
3. Telefon und WhatsApp: kostenlos, aber begrenzt
Viele Betriebe starten so, und für ein paar Bestellungen am Tag funktioniert es. Die Grenzen zeigen sich schnell: Das Telefon klingelt mitten im Stoßgeschäft, jemand aus dem Team hängt in der Leitung fest, Fehler häufen sich („ohne Zwiebeln, für welchen Burger war das noch?“), und bezahlt wird immer vor Ort. Eine aktuelle Speisekarte zum Durchblättern, eine Bestellhistorie oder ein Treueprogramm gibt es nicht.
Der Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | Lieferplattformen | Eigene Bestellseite oder App | Telefon / WhatsApp |
|---|---|---|---|
| Kosten | 25 bis 35 % Provision pro Bestellung | Festes Monatsabo | Kostenlos, kostet aber Personalzeit |
| Neue Gäste | Viele | Anfangs wenige, wächst mit der Zeit | Sehr wenige |
| Gästedaten | Bleiben bei der Plattform | Gehören Ihnen | Bestenfalls ein Notizblock |
| Onlinezahlung | Ja | Ja, oder bei Abholung | Nein |
| Gästebindung | Nicht möglich | Punkte, Gutscheincodes, Benachrichtigungen | Keine |
| Bestellfehler | Selten | Selten | Häufig |
Das Fazit für die meisten Restaurants: die Plattformen als Kanal zur Neukundengewinnung behalten und daneben einen direkten Kanal aufbauen, der nach und nach den größeren Anteil übernimmt. Unser Vergleich von Click & Collect, Lieferung und Abholung hilft bei der Wahl der passenden Bestellarten.
Was ein gutes Online-Bestellsystem können muss
Nicht jedes Werkzeug ist gleich gut. Prüfen Sie vor der Wahl diese Funktionen der Reihe nach.
Eine Speisekarte mit Optionen und Extras
Ihre Online-Speisekarte muss abbilden, was Sie an der Theke verkaufen: Größen, Garstufen, Saucen zur Wahl, kostenpflichtige Extras, Menüs. Wenn der Gast kein „Burger-Menü mit Pommes und Getränk nach Wahl“ bestellen kann, ruft er an oder geht woanders hin. Noch keine saubere Speisekarte zum Hochladen? Mit unserem Tool können Sie in wenigen Minuten kostenlos eine Speisekarte erstellen.
Öffnungszeiten, Schließtage und Bestellpause
Das System sollte Bestellungen außerhalb der Öffnungszeiten automatisch ablehnen, Feiertage berücksichtigen und Ihnen erlauben, Online-Bestellungen zu pausieren, wenn die Küche überlastet ist. Eine angenommene Bestellung, die Sie nicht rechtzeitig liefern können, kostet Sie mehr als eine abgelehnte.
Liefergebiete und Liefergebühren
Wenn Sie liefern, legen Sie Ihre Zonen auf einer Karte fest, mit einer Gebühr pro Zone und bei Bedarf einem Mindestbestellwert. Sie können auch problemlos nur mit Abholung starten und die Lieferung später ergänzen.
Onlinezahlung oder Zahlung bei Abholung
Kartenzahlung online reduziert nicht abgeholte Bestellungen und beschleunigt die Übergabe. Viele Gäste zahlen aber weiterhin lieber vor Ort, deshalb lässt ein gutes System die Wahl: bar, mit Karte an der Theke oder beim Fahrer. Prüfen Sie auch, wohin das Geld fließt: idealerweise direkt auf Ihr Konto, ohne Zwischenhändler, der die Beträge zurückhält.
Eine Live-Ansicht der Bestellungen
Bestellungen sollten in Echtzeit und mit akustischem Signal auf einem Smartphone oder Tablet eingehen. Sie nehmen mit einem Tippen an, verfolgen den Fortschritt (neu, in Zubereitung, fertig) und sehen die Hinweise des Gastes. Genau diese Ansicht sehen Sie oben in diesem Artikel.
Ein Küchenmonitor
Sobald mehrere Bestellungen gleichzeitig eingehen, verändert ein Küchenmonitor (KDS) alles: Das Team sieht, was zuzubereiten ist, hakt Artikel ab und weiß, wie lange jede Bestellung schon wartet. Kein Bon mehr, der unter einem Teller verschwindet.
Benachrichtigungen und Gästebindung
Der Gast will wissen, wann sein Essen fertig ist. Und Sie wollen, dass er wiederkommt. Push-Benachrichtigungen, Treuepunkte und Gutscheincodes machen aus einem Laufkunden einen Stammgast. Genau das erlaubt Ihnen keine Lieferplattform mit „ihren“ Kunden.
Ihre Online-Bestellseite, noch am selben Tag
Speisekarte mit Optionen, Zahlung online oder bei Abholung, Live-Bestellansicht und Küchenmonitor. 0 % Provision, festes Abo.
Startplan: Ihre ersten 30 Tage
Eine Bestellseite allein reicht nicht: Ihre Gäste müssen sie auch finden. Hier ein einfacher Plan, Woche für Woche.
Woche 1: Speisekarte und Einstellungen
- Stellen Sie Ihre Speisekarte online, mit Fotos der Bestseller, kurzen Beschreibungen und allen Optionen. Bei einer langen Karte starten Sie mit Ihren 15 bis 20 meistverkauften Gerichten.
- Legen Sie Öffnungszeiten, Abholoptionen und Liefergebiete fest, falls Sie liefern.
- Wählen Sie die Zahlungsarten: Karte online, Zahlung bei Abholung oder beides.
- Geben Sie drei Testbestellungen auf, mit Ihrem Team und vom Smartphone aus, um den ganzen Ablauf bis in die Küche zu prüfen.
Woche 2: QR-Codes überall
- QR-Code an der Theke, mit einer klaren Botschaft: „Nächstes Mal hier bestellen, ohne Warten“.
- QR-Codes auf den Tischen, wenn Sie Sitzplätze haben: Der Gast bestellt von seinem Platz aus, ohne eine App herunterzuladen.
- Ein Aufkleber oder Flyer in jeder Tüte, bei Abholung und Lieferung, auch bei Bestellungen über die Plattformen. Das ist der rentabelste Schritt des ganzen Plans.
Woche 3: Instagram und Google
- Setzen Sie den Bestelllink in Ihre Instagram-Bio und in Ihre Story-Highlights.
- Fügen Sie den Bestelllink in Ihr Google-Unternehmensprofil ein. Viele Gäste suchen Ihren Namen bei Google, bevor sie bestellen: Dieser Button muss zu Ihnen führen.
- Veröffentlichen Sie einen einfachen Ankündigungspost: ein Foto Ihres Signature-Gerichts, der Link und Ihr Startangebot.
Woche 4: das Angebot zur ersten Bestellung
- Erstellen Sie einen Gutscheincode nur für die erste Bestellung, etwa 10 % Rabatt oder ein Getränk aufs Haus. Er gibt einen konkreten Grund, es auszuprobieren.
- Aktivieren Sie das Treueprogramm, damit die zweite und dritte Bestellung ganz von selbst kommen.
- Messen Sie: direkte Bestellungen pro Tag, durchschnittlicher Bestellwert und Anteil wiederkehrender Gäste. Vergleichen Sie Woche für Woche.
Steuerlich ändert sich nichts: Speisen zum Mitnehmen und zur Lieferung werden mit 7 % Mehrwertsteuer abgerechnet, Getränke mit 19 %, egal ob die Bestellung über die Theke, eine Plattform oder Ihre eigene Seite kommt.
Stammgäste auf den direkten Kanal holen, ohne die Plattformen zu verlassen
Die Lieferplattformen von heute auf morgen abzuschalten, wäre riskant: Sie bringen Ihnen noch neue Gäste. Das realistische Ziel ist, Ihre Stammgäste Schritt für Schritt auf Ihren direkten Kanal zu holen.
Konzentrieren Sie sich auf Wiederkehrer. Ein Gast, der jede Woche über eine Plattform bei Ihnen bestellt, kostet Sie jede Woche Provision. Ihn gilt es zuerst zu überzeugen, nicht den Laufkunden.
Geben Sie einen echten Grund zum Wechseln. Der gleiche Preis reicht nicht immer. Treuepunkte bei jeder Bestellung, eine Prämie nach einigen Bestellungen, ein Code für die erste Bestellung und Angebote nur im direkten Kanal machen den Unterschied.
Nutzen Sie jeden persönlichen Kontakt. Die Liefertüte oder die Theke ist der einzige Moment, in dem Sie einen Plattformgast direkt erreichen. Der Flyer in der Tüte, mit QR-Code und Willkommensangebot, ist Ihr bestes Werkzeug.
Bleiben Sie einheitlich. Gleiche Speisekarte, gleiche Fotos, gleiche Signature-Gerichte auf allen Kanälen. Der Gast soll Ihr Restaurant wiedererkennen, nicht einen beliebigen Eintrag.
Schritt für Schritt erklärt finden Sie das in unserem Praxisleitfaden zum Ausstieg aus den Lieferplattformen.
Wie XPRIO in diesen Plan passt
XPRIO vereint alles aus diesem Leitfaden in einem einzigen Abo: ein Online-Bestellsystem für Restaurants mit einer Bestellseite, die noch am selben Tag live ist, eine iOS- und Android-App unter Ihrem Namen, die in wenigen Tagen in den Stores erscheint, Bestellung am Tisch per QR-Code, Click & Collect und Lieferung mit Ihren eigenen Zonen.
Im Betrieb kommen die Bestellungen in Echtzeit in der Bestellübersicht an, auf Smartphone, Tablet oder Computer, und der Küchenmonitor läuft auf jedem Tablet. Onlinezahlungen laufen über Ihr eigenes Stripe-Konto, und Sie können auch Barzahlung, Kartenzahlung beim Fahrer oder Zahlung bei Abholung annehmen. Treueprogramm, Gutscheincodes (auch für die erste Bestellung), Push-Benachrichtigungen und fertige Texte, um Ihren Kanal anzukündigen, sind inklusive.
Und das ohne Provision: 119 € pro Monat zzgl. MwSt., ohne Vertragsbindung, mit 10 Tagen kostenlosem Test ohne Kreditkarte. Keine Lust, die Speisekarte selbst einzutippen? Schicken Sie sie dem Team, es stellt sie innerhalb von 1 Werktag online. Alle Details finden Sie auf der Preisseite.
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Kostenlos testenDas Wichtigste in Kürze
- Es gibt drei Wege, online Bestellungen anzunehmen: Lieferplattformen (Sichtbarkeit, 25 bis 35 % Provision), eine eigene Bestellseite oder App (festes Abo, Gäste bleiben bei Ihnen) und das Telefon (kostenlos, aber begrenzt).
- Ein gutes Online-Bestellsystem beherrscht Optionen, Öffnungszeiten und Bestellpause, Liefergebiete, Zahlung online oder bei Abholung, eine Live-Bestellansicht, einen Küchenmonitor, Benachrichtigungen und Gästebindung.
- Der Start gelingt in 30 Tagen: Speisekarte und Einstellungen, QR-Codes an Theke, Tischen und Tüten, Link auf Instagram und Google, dann ein Angebot zur ersten Bestellung.
- Behalten Sie die Plattformen, um gefunden zu werden, und holen Sie Ihre Stammgäste mit Treueprogramm und Flyer in jeder Tüte auf Ihren direkten Kanal.
Die Online-Bestellung ist kein Technikprojekt mehr. Sie ist ein Verkaufskanal wie Ihre Theke, mit einfachen Regeln: eine klare Speisekarte, ein reibungsloser Ablauf und ein echter Grund für den Gast, bei Ihnen zu bestellen statt woanders.
Häufig gestellte Fragen
Wie richte ich die Online-Bestellung für mein Restaurant ein?
Wählen Sie ein Online-Bestellsystem (Lieferplattformen, eine eigene Bestellseite unter Ihrem Namen oder beides), stellen Sie Ihre Speisekarte mit Optionen und Öffnungszeiten online und verbreiten Sie den Link überall: Theke, Tüten, Instagram und Google-Unternehmensprofil. Eine Bestellseite ist in wenigen Stunden eingerichtet.
Was kostet ein Online-Bestellsystem für die Gastronomie?
Provisionsfreie Lösungen arbeiten mit einem festen Monatsabo, meist zwischen 50 und 150 € zzgl. MwSt., je nach Funktionsumfang. Lieferplattformen verlangen dagegen in der Regel 25 bis 35 % Provision pro Bestellung.
Kann man Online-Bestellungen ohne Provision annehmen?
Ja, mit einer Bestellseite oder App unter Ihrem eigenen Namen, die per Abo bezahlt wird. Es bleiben nur die üblichen Gebühren für Kartenzahlungen, und Sie können auch Zahlung bei Abholung anbieten.
Muss ich die Lieferplattformen verlassen, um eine eigene Bestellseite zu haben?
Nein. Die meisten Restaurants behalten die Plattformen, um neue Gäste zu gewinnen, und nutzen den eigenen Kanal für Stammgäste. Beides läuft problemlos parallel.
Reichen Bestellungen per Telefon oder WhatsApp aus?
Für ein paar Bestellungen am Tag ja. Darüber hinaus kosten Fehler bei der Aufnahme, das klingelnde Telefon im Service und die fehlende Onlinezahlung schnell mehr als ein richtiges Bestellsystem.
Welche Hardware brauche ich für Online-Bestellungen?
Ein Smartphone oder Tablet genügt, um Bestellungen in Echtzeit zu empfangen. Ein zweites Tablet in der Küche und ein Drucker sind praktisch, aber optional.
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